Kloster-Tour: 2. Tag von Dornach nach Mariastein
Randonnée
Zu Fuss
Kloster-Tour: 2. Tag von Dornach nach Mariastein
Auf der 2. Etappe der Kloster-Tour ist’s fertig mit flach: Die Route führt weg von der Birs und hinauf durch die Aescher Weinberge auf den Blauenkamm. Auf der anderen Seite geht es durch die wilde Schlucht des Chälengrabens wieder hinunter bis zum Kloster Mariastein: eine Etappe über Stock und Stein und durch Wald und Feld zwischen Schwarzbubenland und Baselbiet.
Länge
15.90km
Dauer
4.75h
Aufstieg
628m
Abstieg
397m
Beschreibung
In sechs Etappen von Basel nach Solothurn: Gemeinsam mit Hund Giacomo auf der Klostertour als Teil der ViaSurprise unterwegs.

Etappe 2: Reben, Krete, Schlucht – über Stock und Stein nach Mariastein

Von Barbara Saladin:

Die 2. Etappe der Kloster-Tour startet beim Kloster Dornach und endet beim Kloster Mariastein.

Zuerst führt sie vom Heiligen Nepomuk aus südwärts der Birs entlang bis nach Aesch. Hier gibt’s noch Schatten, aber später unter der sengenden Sonne Richtung Klus wird es heiss. Der Wein braucht zwar Wärme zum Wachsen, der Hund aber zieht es vor, sich beim Wandern immer wieder im Chlusbach abzukühlen. Dann geht’s bergauf durch die Rebberge im Tschäpperli zum Fuss des Blauen. Dort ist es zwar fertig mit Fussbädern, dafür spendet der Wald angenehme Kühle, und ein Vogelkonzert ist mit inbegriffen. Via historischem Blattepass immer weiter bergauf führt der Weg auf die Krete des Blauens. Grenzsteine mit dem Berner Bären erinnern an die einstige Zugehörigkeit des Baselbieter Bezirks Laufen zum Kanton Bern. Immer wieder öffnet sich der Wald für einen spektakulären Blick südwärts ins Laufental und darüber hinaus.

Auf 837 m ü. M. schliesslich ist der Peak des Blauebergs erreicht. An lichten Stellen im Wald blühen sonnenverwöhnte Pflanzen. Der Weg ist zum Teil recht steinig, was ein gewisses Mass an Trittsicherheit erfordert. Wer mit unebenen Pfaden aber keine Probleme hat, bekommt ein schönes Wandererlebnis.

Beim Blauepass biegen wir nach rechts ab, weg von der Krete, und der Abstieg beginnt. Bald tut sich die Welt gegen Norden auf, und der Blick schweift in die dunstige Ferne, über die Ruine Landskron und den Flughafen Basel-Mulhouse bis weit ins Elsass. Hier wartet eine Herausforderung für Menschen mit Hund, nämlich die Durchquerung einer Kuhweide mit Muttertieren. Wer nicht das Glück hat, dass die Kühe mit ihren Kälbern sich gerade in einer weit entfernten Ecke der Weide aufhalten, kann mit einem Umweg von 1,3 km (Weg nach rechts nehmen und bei nächster Gelegenheit links abbiegen) die Viehweide, über die die Via Surprise führt, umgehen.

Im Restaurant Bergmatten lockt eine Erfrischung und nochmals die Aussicht Richtung Elsass, bevor es weiter bergab geht durch den Chälengraben. Diese kleine, aber feine Schlucht ist ein Naturjuwel, das über Jahrmillionen in den Jurastein modelliert wurde. Zwischen den Felsen ist es angenehm kühl, und es wachsen Hirschzungen und Silberblatt. Bei Trockenheit kann es aber sogar hier sein, dass im Bach das Wasser fehlt.

Die letzten 3 Kilometer der Wanderung bis zum Etappenziel Mariastein führen weitgehend übers offene Feld, und dann stehen wir da, auf dem neu gestalteten, verkehrsbefreiten Platz vor dem Kloster, dem zweitwichtigsten Wallfahrtsort der Schweiz (nach dem Kloster Einsiedeln). Noch heute wohnen hier Benediktinermönche. Die in den Fels gehauene Gnadenkapelle, die an die wundersame Rettung eines Kindes durch die heilige Maria erinnert und durch einen langen Gang erreicht werden kann, ist einen Besuch wert. Hunden bleibt dieser Ort allerdings verwehrt – sie warten draussen.

Karte
Höhenprofil
Niedrigster Punkt
Höchster Punkt
Anfahrt
Wir empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmittel.
Öffentlicher Verkehr
Mit dem Zug nach Dornach-Arlesheim

SBB Fahrplan

Details
Schwierigkeit
Kondition
Landschaft / Aussicht
Geöffnete Monate
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Route
Start: Kloster Dornach
Ende: Kloster Mariastein

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